Elias

Felix Mendelssohn-Bartholdy

 

Bereits 1836 las Mendelssohn seinem Freund Ferdinand Hiller „mit bewegter Stimme“ die Passage Der Herr ging vorüber aus dem Elias-Bericht im 1. Buch der Könige vor (in der Endfassung des Oratoriums Nr. 34). Er fand die Stelle „herrlich für ein Oratorium“.[1]Mendelssohn war von der Gestalt des Elias fasziniert und wünschte sich auch für die eigene Zeit einen derartigen Propheten, „stark, eifrig, auch wohl bös und zornig und finster“ (aus einem Brief an Schubring, 1838[2]). Die erste explizite Ankündigung Mendelssohns, dass er eine Vertonung des Elias-Stoffes plane, findet sich in einem Brief, den er 1837 seinem Jugendfreund Karl Klingemann schrieb.

Zusammen mit Klingemann entwarf er noch im Sommer desselben Jahres innerhalb von zwei Wochen ein Szenarium für den Elias, das Klingemann in der Folge durch eigene Verse und biblische Prosa hätte ergänzen sollen. Dieser reagierte jedoch nicht auf die mehrfachen Bitten Mendelssohns, die Verse zu vollenden. Daher beendete Mendelssohn im Mai 1838 die Zusammenarbeit mit Klingemann und wandte sich stattdessen an den Dessauer Pfarrer Julius Schubring, von dem bereits der Text zu Mendelssohns Paulusstammte.

 

Zunächst ruhte die Arbeit jedoch, bis Mendelssohn im Juni 1845 vom Manager des Birmingham Triennial Music Festival eingeladen wurde, dort ein neues Oratorium aufzuführen. Von der Textvorlage Schubrings, der den Stoff neutestamentlich deuten und an vielen Stellen des Textes Hinweise auf Christus einfügen wollte, verwendete Mendelssohn jedoch nur, was seinen eigenen Vorstellungen dienlich war: so z. B. die von Schubring vorgeschlagene Stelle Mt 13,43 LUT, die Grundlage der Nr. 39 wurde. Er wollte sich aber nicht „zu sehr aus der Haltung des (alttestamentlichen) Ganzen entfern[en]“ (Brief an Schubring 3. Februar 1846), gestaltete aber ganz selbstverständlich einen christologischen Ausblick, der das Kommen des Messias prophezeit, nicht nur ein Zugeständnis an Schubring, sondern eine theologisch positionelle Aussage des Komponisten des Paulus und getauften Christen.

 

War die Arbeit Mendelssohns an dem Stück zunächst von rein künstlerisch-ethischen Ansprüchen geprägt, so musste er nun unter Zeitdruck ein Werk liefern, das dem Rahmen des Birmingham Music Festival gerecht wurde, was zur Folge hatte, dass nach der ersten Aufführung eine tiefgreifende Umarbeitung erfolgte.

 

 

 

Ausführende

Chor des Kulturforums Friesach, Universitätschor Graz, Grazer Kapellknaben, Kammerchor Schielleiten

Jelena Widmann - Sopran | Jaroslava Pepper - Alt

Roman Pichler - Tenor | Josef Pepper - Elias

Orchester capella calliope | Matthias Unterkofler - Dirigent

 


Termine

 

- Samstag, 27. Jänner 2018, 10:00 - 16:00

- Samstag, 10. März 2018, 10:00 - 16:00

- Samstag, 21. April 2018, 10:00 - 16:00

- Samstag, 12. Mai 2018, 10:00 - 16:00

- Samstag, 26. Mai bis Sonntag, 27. Mai 2018 - Probenwochenende

- Sonntag, 03. Juni 2018 - HAUPTPROBE in Graz

- Donnerstag, 07. Juni 2018 - GENERALPROBE in Graz

- Samstag, 09. Juni 2018 - Aufführung in der Grazer Herz-Jesu-Kirche

- Samstag, 16. Juni 2018 - Aufführung in Friesach

 

 

soweit nicht anders angegeben finden die Proben im Festsaal im Rathaus Friesach statt.